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Um einen Menschen zu rekonstruieren, genügt es jedoch
nicht, einen identischen Körper zu schaffen. Zum Menschen gehören seine
bewussten und unbewussten Gedanken, seine Erinnerungen und Fähigkeiten,
Wünsche und Gefühle, kurz gesagt, sein Ich. Da das Ich hauptsächlich in
der Vernetzung der zirka 100 Milliarden Nervenzellen seine materielle
Entsprechung findet, müssen mindestens auch die Daten zur neuronalen
Struktur vorliegen. |
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Cloning |
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Das Problem besteht nun darin, dass solche Daten
gegenwärtig nicht direkt zugänglich sind und obendrein mit einem Umfang
von zirka 100 Billiarden Bits
zu umfangreich wären. Allerdings lassen sich solche Schwierigkeiten
umgehen, indem man entweder den gesamten Körper konserviert und
überliefert oder nur die zur Rekonstruktion notwendigen
Ausgangsinformationen und einige Zellen. Ausgangsinformationen sind dabei
nicht nur die Erbinformationen, sondern beispielsweise auch Filmaufnahmen,
auf denen der Anwender über seine Erinnerungen, Wünsche, Gefühle oder
Meinungen erzählt. Denn auch solche Informationen ermöglichen
Rückschlüsse über Details seiner körperlichen Struktur. |
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Zu viele Daten |
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Während das Konservieren des Körpers aufwändig ist,
sind schon heute riesige Datensätze und einzelne Zellen einfach
archivierbar. Es bietet sich deshalb an, nur die zur Rekonstruktion
notwendigen Ausgangsinformationen zu erfassen. Schließlich sind diese zu
Lebzeiten zugänglich und lassen sich mit handelsüblicher Videotechnik
speichern. Das geschieht im Wesentlichen durch Aufzeichnen von
Informationen, die in Relation zur Körperstruktur des Anwender stehen
könnten. Um die Fehlertoleranz zu erhöhen, werden aber auch
Informationen erfasst, die nach heutiger Lehrmeinung nicht im Zusammenhang
zur Körperstruktur stehen. |
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Die Anleitung beinhaltet 1 450 Arbeitspunkte, die einen
Zeitaufwand von 600 - 1 000 Stunden erfordern. Fachwissen oder fremde
Hilfe sind dabei nicht notwendig. Auch die Zellprobe wird ohne fremde
Hilfe anhand einer kleinen Anleitung mit Paraffin konserviert. |
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Arbeits- |
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Die Mehrzahl der benötigten Informationen sind in den
Wechselbeziehungen zwischen Bewusstsein, Unterbewusstsein, Körperstruktur
und Umfeld zu finden. Um solche Informationen zu erhalten, werden
bevorzugt erprobte psychologische Techniken eingesetzt
beispielsweise
Assoziationslisten, Bilderreihen, Problemfragen, Wortschatztests,
Befehlsreihen, Auswahltests und Gedankenspiele (allerdings erfolgt
prinzipiell keine Auswertung). In den meisten Fällen zeichnet der
Anwender dabei mit einer Videokamera seine Reaktionen und Antworten auf.
Weiterhin sind detaillierte Aufzeichnungen von Alltagsgegenständen,
Wohnumfeld, Stationen der Kindheit, Fotos, Schriftstücke und Ähnlichem
anzufertigen. |
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Zirka 150 Stunden läuft die Kamera bei alltäglichen
Situationen ohne weitere Vorgaben mit. Beispielsweise beim Frühstücken,
Autofahren, Fernsehen oder bei Familienfeiern. Um den Datensatz ständig
auf dem aktuellen Stand zu halten, ist alle zwei Monate eine dafür
optimierte Liste abzuarbeiten
Zeitaufwand zirka eine Stunde. |
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Videobänder besitzen nur eine Haltbarkeit von zirka 20
Jahren. Sobald es preiswert möglich ist, sind deshalb die Aufzeichnungen
auf digitale Speicher (beispielsweise DVD oder HD-ROM) zu kopieren und an
eine Archivierungsgesellschaft oder zuverlässige Verwandte zu übergeben. |
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Daten- |
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Wichtigste Voraussetzung dafür, dass aus dem Datensatz
wieder der Mensch werden kann, der den Datensatz erstellt hat, ist, dass
sich Wissenschaft und Technik ähnlich weiterentwickeln wie in den letzten
100 Jahren. Hält das gegenwärtige Entwicklungstempo an, ist eine
Rekonstruktion auf Datenbasis innerhalb von 90 Jahren vorstellbar. |
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Prognose |
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Eine Garantie für eine RAMCES-Rekonstruktion kann es
dabei natürlich nicht geben. Aus technischer Sicht spricht aber offenbar
nichts dagegen. Es sind keine unerreichbaren technologischen Leistungen
erforderlich, und die Methode befindet sich zu keinem Naturgesetz im
Widerspruch. |
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