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Je
mehr wir in die Geheimnisse der Natur eindringen, um so deutlicher wird,
dass unsere Theorien nur Näherungen sind. Dieses bestätigt sich
insbesondere im Wissen über uns Menschen. Bisher haben wir zwar einen
ganzen Berg aus Wahrheits-Mosaiksteinchen zusammengetragen, aber an welche
Stelle sie gehören und wie das Bild aussehen wird, darüber wissen wir
wenig Zuverlässiges. |
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Wie lässt sich nun auf einer derartig ungesicherten
Basis herausfinden, welche Daten zur Rekonstruktion eines Menschen
erforderlich sind? Die Antwort liegt in der Zielstellung: Da nur die
Voraussetzungen für eine Rekonstruktion zu schaffen sind, genügt es erst
einmal, wenn sich innerhalb des Datensatzes die zur
Rekonstruktion erforderlichen Informationen befinden
solange nicht
bekannt ist, welche Steine zum Mosaik gehören, muss eben der ganze Berg
mit. Die Entscheidung, welche Informationen wie auszuwerten sind, kann
also auf die Zukunft verschoben werden, solange die entscheidenden
Informationen direkt oder indirekt mit dabei sind. |
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Auf Sand gebaut? |
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Um zu verhindern, dass wegen unvollständiger Theorien
notwendige Informationen unberücksichtigt bleiben, war es erforderlich,
möglichst viele Überlegungen einzubeziehen. Dabei erhielten die
Überlegungen den Vorrang, die am besten mit den gegenwärtigen
experimentellen Ergebnissen übereinstimmen. Auch sollten die
grundlegenden Theorien widerspruchsfrei sein und möglichst wenig
Postulate beinhalten. Ohne auf die Details einzugehen
aber leider mit
Fachbegriffen
hier ein Beispiel: |
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Fehler- |
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Zur Einschätzung, welchen Einfluss verschränkte
Quantenzustände auf das Bewusstsein haben könnten und welches Potential
in Quantencomputern steckt, wurde die derzeit beste Interpretation für
deren Verhalten in Experimenten gesucht. Die Kopenhager Deutung der
Quantentheorie ist zwar in der Quantenphysik die am häufigsten verwendete
Lehrmeinung, hat aber den Nachteil, dass sie für die sogenannten
Doppelspalt- und EPR-Experimente paradoxe Erklärungen und unbefriedigende
mathematische Lösungen liefert. Dagegen bietet die Transactional
Interpretation von John G. Cramer einen geschlossenen Formalismus.
Erreicht wird dieses unter anderem, indem die zweite Lösungsreihe der
Maxwellschen Gleichungen und Schrödingers Wellengleichung nicht mehr
unberücksichtigt bleiben. Außerdem enthalten die Erklärungsmuster keine
Paradoxa. Somit besitzt die Transactional Interpretation einen höheren
Stellenwert als die Kopenhager Deutung. |
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Beispiel Quanten- |
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Für die Bewertung der von Roger Penrose angeführten
Diskussion über die physikalischen Voraussetzungen für Bewusstsein
bedeutet dieses, dass verschränkte Quantenzustände möglicherweise bei
der Entschlüsselung des Bewusstsein zu berücksichtigen sind. Es bedeutet
aber nicht, wie Penrose in seinem Buch "Schatten des Geistes" (Seite
494 / Spektrum Akademischer Verlag 1995) richtig einräumt, "es sei
notwendigerweise unmöglich, irgendetwas echt Intelligentes zu
bauen". Übrigens beruht Penroses Beweisführung auf fehlerhafte
Voraussetzungen, wenn er den Gödelschen Unentscheidbarkeitssatz als
Gegenbeweis für ein Bewusstsein auf Basis einer Turing-Maschine
verwendet. Denn weder das menschliche Bewusstsein noch Quantenfelder
beziehungsweise Quantencomputer können die durch den
Unentscheidbarkeitssatz vorgegebenen Grenzen durchbrechen. Das menschliche
Bewusstsein umgeht derartige Probleme durch Wahrscheinlichkeitsabwägungen
und dazu ist auch eine Turing-Maschine fähig. |
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Penroses Vermu- |
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Theorien so zu gewichten, hat sich zwar in der
wissenschaftlichen Praxis bewährt, gewährleistet jedoch keine
endgültige Sicherheit. So sind Begriffe oft nicht einheitlich definiert
und Experimente auslegungsfähig. Für die Erstellung der RAMCES-Anleitung
mussten deshalb vorsichtshalber auch umstrittene Theorien berücksichtigt
werden
beispielsweise, dass unsere Sinne erheblich leistungsfähiger
sind, als gemeinhin angenommen. |
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Keine Sicher- |
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Es wurden nur dann Theorien ausgeklammert, wenn ihre
Berücksichtigung zu Informationslücken führen könnten. So wurde die
Theorie, dass vorgeburtlich wahrgenommene Geräusche keinen Einfluss auf
die Entwicklung des Gehirns besitzen, nicht berücksichtigt. |
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Aufgrund dieser Vorgehensweise ist nicht wesentlich,
dass jede Überlegung richtig ist, sondern nur, dass sie in ihrer
Gesamtheit zu den relevanten Informationen führen. Glücklicherweise ist
zum Abarbeiten der Anleitung das Verständnis der Theorie nicht
erforderlich
genauso wenig wie die Quantentheorie zum Bedienen eines
Fernsehgerätes, obwohl es ohne Quantentheorie keinen Fernseher geben
würde. Wer sich dennoch für die Theorien und Hypothesen, inklusive der
Definitionen, Grundsätze (Axiome), Schlussregeln und abgeleiteten Sätze
(Theoreme) interessiert, findet in der Probeanleitung im letzten
Arbeitspunkt einige Beispiele aus verschiedenen Bereichen. Hier nur vier
wichtige Ausgangsüberlegungen: |
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1. |
Alles, was einen Menschen ausmacht hat, seine Ursache in der
Körperstruktur. |
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2. |
Zwischen Körperstruktur, Erbmasse, Bewusstsein und Umfeld eines Menschen
bestehen ergründbare Zusammenhänge. |
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3. |
Je mehr Informationen über Erbmasse, Bewusstsein und Umfeld eines
Menschen vorliegen, um so detailliertere Rückschlüsse zu seiner
Körperstruktur sind möglich. |
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Auf der theoretischen Ebene lässt sich die
RAMCES-Methode als eine Variante der sogenannten
"Mind-Uploading-Methoden" betrachten
dies sind Methoden, bei
denen Informationen zu Gehirn und Bewusstsein auf technische Systeme
übertragen werden. Um bei der Beurteilung ungerechtfertigte Vermischungen
zu vermindern, hier die wichtigsten Merkmale: |
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1. |
Das theoretische Fundament der RAMCES-Methode sind die derzeit
bekannten Naturgesetze. |
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Um die Fehlertoleranz zu erhöhen, werden jedoch ergänzend auch Theorien
berücksichtigt, die nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Weltbild
entsprechen. Sollte sich allerdings herausstellen, dass beispielsweise das
Bewusstsein etwas für alle Zeiten Unergründbares ist, dann dürfte auch
die erhöhte Fehlertoleranz nicht ausreichen. |
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2. |
Die RAMCES-Methode gilt als widerlegt, wenn sich
rekonstruktionsrelevante Informationen mit der RAMCES-Anleitung weder
erfassen noch herleiten lassen. |
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So müssen sich mit den eingesetzten Verfahren auch ausreichend genau
Informationen zu Intuition, Geruchssinn oder Gefühlen direkt oder
indirekt erfassen lassen. |
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3. |
Die RAMCES-Methode gilt als widerlegt, wenn sich Bestandteile des Seins
weder simulieren noch künstlich erzeugen lassen. |
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Beispielsweise ist für eine Rekonstruktion erforderlich, subjektives
Bewusstsein oder lebensfähige Zellen künstlich erzeugen zu können. |
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4. |
Es handelt sich nur dann um die RAMCES-Methode, wenn lediglich eine
Rekonstruktion nach dem biologischen Tod des Anwenders erfolgt. |
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5. |
Körper und Bewusstsein sollen möglichst originalgetreu
wiederhergestellt werden. |
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Im täglichen Leben finden permanent erhebliche Veränderungen in Körper
und Bewusstsein statt. Beispielsweise sterben jede Sekunde zirka
9-Millionen Zellen ab und bilden sich neu. Eine völlig identische
RAMCES-Rekonstruktion ist allein schon deshalb unmöglich, aber auch nicht
erforderlich. Jedoch bleibt es das grundlegende Ziel der RAMCES-Methode,
die Rekonstruktion von Körper und Bewusstsein so vorzubereiten, dass
keinerlei für das Sein des Betreffenden relevanten Veränderungen
auftreten
auch die kleinste Sommersprosse gehört wieder dahin, wo sie
war. |
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6. |
Die RAMCES-Anleitung darf nur durch Erweitern verändert werden. |
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Selbst geringfügiges Kürzen oder Ersetzen von Arbeitspunkten kann die
Anleitung unpraktikabel machen oder zu unsinnigen Schlussfolgerungen
führen
wie etwa die Erfassung der Körperstruktur mit 3D-Scanner, die
Konservierung der Zellprobe mit Formalin, das Vernachlässigen von
Informationen zum Umfeld oder gar das Verwenden von
Spracherkennungsprogrammen. |
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7. |
Die RAMCES-Anleitung wurde für die technischen Möglichkeiten der
Gegenwart optimiert. |
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Mit der Entwicklung neuer Verfahren zur Erfassung der Körperstruktur und
Datensicherung kann eine Überarbeitung der Anleitung erforderlich werden. |
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8. |
Die RAMCES-Anleitung beruht auf einem individuellen Konzept. |
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Zum Abarbeiten der Anleitung sollten keine anderen Menschen involviert
sein. Bei der Archivierung der Datensätze wird individuelle Vielfalt
angestrebt. |
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9. |
Um einen Menschen auf Basis der RAMCES-Daten
innerhalb der nächsten 100 Jahre rekonstruieren zu können, ist eine
ähnliche Weiterentwicklung von Wissenschaft und Technik wie bisher
Voraussetzung. |
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10. |
Die Anleitung beinhaltet Vorgaben zur Herstellung und Archivierung des
Datensatzes. Sie enthält keine Vorgaben, wie aus den Daten wieder der
Anwender entstehen soll und in welchem Zeitraum dies abgeschlossen sein
muss. |
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