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Spätestens nach einer einstündigen Urlaubsvideovorführung dürften
Zweifel aufkommen: Reichen gespeicherte Bild-Ton-Sequenzen und eine
Zellprobe aus, um Körper und Bewusstsein rekonstruieren zu können? |
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Die mit der RAMCES-Anleitung gewonnenen Informationen
sind
informationstheoretisch ausgedrückt
komprimierte und kodierte
Daten. Hinzukommt, dass am Tag x auch alle Wissensschätze zur Verfügung
stehen, die sich beispielsweise direkt und indirekt aus Archiven von
Fernsehanstalten, Bibliotheken, Behörden, Museen, Instituten und den
gesamten wissenschaftlichen Erkenntnissen des Rekonstruktionsjahres
extrahieren lassen. Und selbst die Gesamtheit dieser Informationen ist
gering gegenüber derjenigen, die sich ergibt, wenn alle relevanten Daten
zueinander in Beziehung gesetzt werden. Jedoch sind letztlich auch diese
Daten nur die Ausgangsbasis der daraus ableitbaren Positionsdaten der
Körperatome. |
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Daten- |
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Ein Mittel zum Entfalten der RAMCES-Daten wäre
Software, die jene Vorgänge simuliert, denen wir unsere Existenz
verdanken. Ständig verwandelt unser Körper Informationen in komplexe
Strukturen und umgekehrt. Wenn wir uns beispielsweise ein Gesicht
einprägen, werden im Gehirn einige Trillionen Atome umstrukturiert. Fragt
uns später jemand, ob wir dieses Gesicht kennen, dann sind genau diese
umstrukturierten Atome daran beteiligt, ob wir mit der Ein-Bit-Information
"ja" oder "nein" antworten. Für welche Antwort wir
uns letztlich entscheiden, hängt natürlich von allen beteiligten
Körperstrukturen ab, also auch von denen, die auswerten, wer, warum, wie
und wann gefragt hat. |
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Vorbild Natur |
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Der hier wichtige Punkt ist, dass der RAMCES-Datensatz
lediglich die übergeordneten Schlüsselinformationen enthalten muss.
Diese stehen mengenmäßig zu den Körperstrukturdaten im ähnlichen
Verhältnis wie die Typenbezeichnung eines Computers zu dessen atomaren
Bauplan. |
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Allerdings ist eine zahlenmäßige Einschätzung, wann
der Einzelne die für seine Rekonstruktion erforderliche Datenmenge
erfasst hat, nicht möglich. Deshalb wurde beim Erstellen der Anleitung
bei jeder Gelegenheit angestrebt, die maximal mögliche Informationsmenge
zu erfassen. Auch wenn sich oft schon nach 200 bis 300 Stunden ein
Alles-schon-mehrfach-gesagt-und-gezeigt-Gefühl einstellt, ist auch trotz
dieses subjektiven Gefühls die Anleitung bis zum Ende abzuarbeiten.
Obendrein vervielfacht sich die Zuverlässigkeit und Aussagekraft der
Informationen, wenn sie aus möglichst verschiedenen Blickwinkeln
vorliegen. |
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Anders sieht es bei den zur genetisch korrekten
Rekonstruktion des Körpers benötigten Informationen aus. Heute wissen
wir zuverlässig, dass in den meisten Körperzellen alle Erbmoleküle
enthalten sind. Diese umfassen Schlüsselinformationen zu Körper und
Veranlagung. Beim Menschen beträgt die Datenmenge zirka 30 Milliarden Bit
(inklusive der im Zellplasma enthaltenen Informationen). Da sich diese
Daten heute nur mit gigantischem Aufwand erfassen lassen, wird auch das
auf die Zukunft verschoben. Dies geschieht beispielsweise durch die
Konservierung einiger Haarwurzelzellen in Paraffin. Somit sind die
eigentlich schwer zugänglichen Erbinformationen schon mit einem
Zeitaufwand von zirka einer Stunde lückenlos erfasst. |
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Erbinfor- |
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Schema einer Komunikationssituation
Im Idealfall
haben beide Kommunikationspartner eine weitgehend identische Vorstellung
von dem was der andere Vermitteln möchte. Dies ist erstaunlich, da die
tatsächlich übermitteltete Informationsmenge (z.B. Wortsinn, Tonfall
oder Körperhaltung) höchstenst 500 Bit je Sekunde beträgt. Wogegen
schon einfache bildliche Vorstellungen (z.B. Waldspaziergang oder Essen
kochen) mindestenst eine Milliarde Bit pro Sekunde erfordert. Ähnlich
verhält es sich bei der Informationsübermittlung per Schrift oder Video.
Auch Rechner werden in wenigen Jahrzehnten fähig sein,
z.B. Informationen aus Video-Bänder aufzubereiten. |
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