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Außer der Erbinformation lassen sich alle erforderlichen
Rekonstruktionsdaten mit einer Videokamera in Bild- und Tondaten
umwandeln. Die Qualitätsanforderung unterscheidet sich dabei nicht
wesentlich von der eines Urlaubsvideos. Es ist meist bedeutungslos, wenn
Aufnahmen verwackelt, unterbelichtet oder verdreht sind. Bei
Arbeitspunkten, die dennoch eine hohe Bildauflösung erfordern, wird der
Anwender angewiesen, bis auf wenige Zentimeter an das zu filmende Objekt
heranzugehen. |
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Heimvideoqualität genügt, da später mit
intelligenter Bildbearbeitungssoftware und Weltwissen die Auflösung
beliebig gesteigert werden kann. Beispielsweise lässt sich ein Bild vom
eigenen Haus selbst dann hochauflösend dreidimensional rekonstruieren,
auch wenn es auf einer Aufnahme nur kurz als verschwommener Umriss
erkennbar ist. Möglich ist das z.B. durch Hinzuziehen von anderen
Aufnahmen und Weltwissen
wie die linke untere Ecke eines leicht
verwitterten Ziegelsteins über dem Kellerfenster genau aussieht, lässt
sich, falls erforderlich, damit ohne Nahaufnahme rekonstruieren. |
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Auch Aufzeichnungen, bei denen der Anwender nur
spricht, sind so anzufertigen, dass parallel das Videobild mit
eingeblendeten Datum und Uhrzeit vorliegt. Für die Auswertung ist der
zeitliche Zusammenhang, das Umfeld sowie Körperhaltung, Gestik und Mimik
von großer Bedeutung. Solche Nebeninformationen sind obendrein besonders
wertvoll, weil sie in der Gesamtheit schwer zu verfälschen sind.
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Der Zeitaufwand ist von Mensch zu Mensch recht verschieden. Einen
Zusammenhang zwischen Geschlecht, Bildung, Weltanschauung, Sprache und
Ähnlichem war bisher nicht feststellbar. Es hat sich aber herausgestellt,
dass der zentrale Teil der RAMCES-Anleitung in der Regel nach 600 bis 900
Stunden abgearbeitet ist. |
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Um Veränderungen von Umfeld, Lebenssituation, Körper,
Bewusstsein und so weiter zu berücksichtigen, ist alle zwei Monate eine
ergänzende Aufzeichnung von zirka 45 Minuten anzufertigen (siehe auch
Abschnitt "Genügen die Daten").
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Erbinformationen |
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Die Erbinformationen sind von zentraler und teilweise übergeordneter
Bedeutung für die RAMCES-Rekonstruktion, da sie eindeutige Rückschlüsse
zur atomaren Struktur einzelner Zellbausteine ermöglichen und
Informationen zu Veranlagungen enthalten. |
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Ergibt etwa die Auswertung der Erbmasse eine
cholerische Veranlagung, sind alle Aufzeichnungen und Informationen anders
zu bewerten, als bei einer Veranlagung zu einem ruhigen Temperament. |
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Da die Erbinformationen in jeder Körperzelle enthalten
sind, kommen beispielsweise Haut- oder Haarwurzelzellen zur Konservierung
des Genoms in Frage. Zur dauerhaften Konservierung ist lediglich etwas
Paraffin und eine Stunde Arbeit erforderlich.
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Eine wesentliche Aufgabe der Anleitung ist es, Informationen zu
Unbewusstem aufzuzeichnen. Diese sind aber nur indirekt zugänglich
z.B.
über Körpersprache, Ton und Denkmuster. Der Begründer der
Psychoanalyse, Sigmund Freud, gestand einmal, der Mensch, den er am
wenigsten versteht, sei er selbst. Und tatsächlich spiegeln unsere
Wahrnehmungen nur unsere individuelle Realität wider. Ursachen sind
zumeist Wunschdenken und Verdrängung, aber auch, dass jeder sein eigenes
Modell von der Welt entwickelt hat. Zudem scheint ein Teil unseres
Bewusstseins Unaussprechliches zu beinhalten. Eine Ahnung davon
beschleicht uns gelegentlich bei der Begegnung mit Kunst, Religion, Liebe
und Natur. |
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Der wohl wichtigste Grund für den hohen Anteil von
Unbewusstem in unserem Denken und Fühlen ist die geringe
Verarbeitungskapazität des subjektiven Bewusstseins. Mehr als drei Dinge
können wir nur mit großer Mühe gleichzeitig im Bewusstsein halten. Das
Gehirn erhält aber schon allein über unsere Sinne Millionen
Informationen pro Sekunde. Dem Gehirn bleibt somit nichts anderes über,
als die Zuarbeit für bewusste Entscheidungen im Hintergrund ablaufen zu
lassen. Wahrscheinlich ist das Unterbewusstsein sogar leistungsfähiger
als unser Bewusstsein. Deshalb sind schnelle nach dem Gefühl getroffene
Entscheidungen nicht selten besser als wohlüberlegte. |
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Grenzen des Bewusst- |
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Ausgangsinformationen zu Unbewusstem werden in der
Regel beiläufig mit bewährten psychologischen Testverfahren erfasst.
Wenn etwa der Anwender auf die Frage, welche Vorurteile er gegen dicke
Menschen hat, mit "keine" antwortet, ist das nur ein winziger
Anteil der eigentlichen gesuchten Information. Weitere wichtige
Informationen sind, warum der Anwender in genau dieser Gesamtsituation
(Datum, Uhrzeit, Kleidung, Körperhaltung, gesellschaftliche und
persönliche Situation, Zeitgeschehen usw.) gerade so und nicht anders
antwortet (inklusive Mimik, Stimmfarbe, Betonung, Sprechpausen usw.).
Zudem ist die Anleitung so aufgebaut, dass bei mehr als 50 weiteren
Unterpunkten Rohinformationen zu diesem Thema anfallen. |
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Einer der Strategien, um Ausgangsinformationen zu
Unbewusstem aufzuzeichnen, besteht darin, ein breites Spektrum
provozierender Fragen zu stellen. Schlüsselbereiche sind dabei
Sexualität, Angst, Glaube, Tod und Besitz. Oft sind die verwendeten
Formulierungen ausgesprochen indiskret, verallgemeinernd, widersinnig,
primitiv, verletzend oder im Gegenteil betont moralisierend, intellektuell
und höflich
zum Thema Sexualität im weitesten Sinne waren dabei
besonders schonungslose Arbeitspunkte unvermeidlich. Da wir dazu neigen,
uns manches nicht einmal selbst einzugestehen, enthalten die Reaktionen
auf derartige Punkte oft nur wenig Wahrheit. Aber dennoch ergeben sich
"zwischen den Zeilen" durch Vernetzung aller verfügbaren
Informationen wertvolle und ansonsten nur schwer zugängliche Hinweise. |
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Provoka- |
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So verschieden wie die Menschen, so verschieden sind
natürlich die Reaktionen auf einzelne Provokationen. Während dem einen
etwa zum Thema Geschwisterneid wieder ein prägender Lebensabschnitt
bewusst wird, fällt dem anderen dazu rundweg nichts ein. Zudem hängt
natürlich die Reaktion sehr von der Gesamtsituation ab. Es ist eben ein
Unterschied, ob man gerade an einem nasskalten Tag mit Grippe kämpft oder
sich quietschvergnügt im Badeurlaub befindet. Sogar wie man sitzt oder
steht, ist von Bedeutung. Die wirkungsvollste Methode, dennoch möglichst
lückenlose Informationskomplexe zu erhalten, ist die wiederholte Reizung
der Assoziationsfelder in unterschiedlichen Situationen. Dass dabei oft
die Toleranzschwelle des Anwenders überschritten wird, ist beabsichtigt. |
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Eine weitere Strategie ist das Abarbeiten der Anleitung
während besonderer Bewusstseinszustände: Beispielsweise ausgelöst durch
Reizüberflutung, Reizentzug, Krankheit, Liebe, Unglück, Medikamente,
Musik oder Alkohol. Gerade unter solchen Einflüssen tritt Unbewusstes und
Verdrängtes deutlicher zu Tage. |
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Die wichtigste Quelle für Informationen zu Unbewusstem
sind Kindheitserinnerungen, da nach allem, was wir heute wissen in der
Kindheit die Entwicklungskeime für die neuronale Vernetzung gelegt
werden. Ein großer Teil der Anleitung zielt folglich auf jeden nur
denkbaren Informationsschnipsel aus der Kindheit. |
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Eine weitere Quelle zu Unbewusstem sind Informationen
zu Entwicklungen. Diese werden jedoch am besten über größere Zeiträume
hinweg sichtbar. Optimal ist daher, die Anleitung auf möglichst viele
Jahre verteilt abzuarbeiten.
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Geschlechtliches |
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Eine spezielle Anleitung für Männer beziehungsweise Frauen gibt es
nicht. Obwohl Mann und Frau sicherlich nicht nur körperlich verschieden
sind, kann nicht für den Einzelnen vorhergesagt werden, worin die
Verschiedenheit besteht. Jeder Mensch hat eine andere Mischung in sich,
die je nach Lebenssituation individuell zum Tragen kommt. Zudem hängt
das, was als androgyn oder maskulin gilt, von den sich wandelnden
gesellschaftlichen Maßstäben ab. |
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Es wäre somit rundweg falsch, eine männliche und eine
weibliche Version der Anleitung zu entwickeln. Allerdings hat das zur
Folge, dass zusätzliche Arbeitspunkte notwendig sind, die normalerweise
nur für ein Geschlecht sinnvoll erscheinen. Trotzdem sind auch diese
nach Möglichkeit
abzuarbeiten.
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Nur eine Version |
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Widersprüchliches |
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Einige Arbeitspunkte beruhen zwar auf Überlegungen, die heute als
physikalisch oder biologisch unmöglich gelten, aber da die Vergangenheit
lehrte, dass es keine letzte Wahrheit gibt, wurde vorsichtshalber auch
Widersprüchliches einbezogen. So sind Aspekte wie Seelenverwandschaft,
Strahlungen, Felder, Sternzeichen, Bestimmung genauso berücksichtigt wie
unerklärliche Zufälle, Heilungen, Ahnungen und Beobachtungen. |
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Eine umstrittene Annahme ist beispielsweise, dass der
Mensch zu erheblich höheren Sinnes- und Bewusstseinsleistungen fähig
ist, als es im Alltag den Anschein hat. So ist es denkbar, dass der
Geruchssinn erheblich empfindlicher ist, als bewusst wahrnehmbar. Für
diese Annahme spricht zumindest, dass die Anzahl der Geruchsnerven höher
als notwendig ist und bei bestimmten epileptischen Krankheiten ein
übergenauer Geruchssinn als Symptom auftritt. Auch gibt es
Untersuchungen, nach denen die Entscheidung, ob wir jemanden mögen,
teilweise unbewusst über den hormonell bedingten Geruchstyp erfolgt. |
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Ähnlich verhält es sich mit dem Gesichtssinn.
Werbepsychologen experimentierten mit Filmen, in denen Bilder so kurz
eingeblendet wurden, dass sie nicht bewusst wahrnehmbar waren. Da sich das
Verhalten der Zuschauer dennoch gezielt verändern ließ, scheint das
Unterbewusstsein die Bilder zu erkennen. Heute ist diese Werbetechnik
verboten. |
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Auch wird für möglich gehalten, dass selbst Menschen
mit schlechtem Zahlengedächtnis und miserablen Kopfrechnenfähigkeiten
unbewusst Zahlen blitzschnell umrechnen oder zuordnen können. |
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Um den Aufwand gering zu halten, erfolgt das Erfassen
von Informationen zu diesen Bereichen in der Regel indirekt und
beiläufig. Beispielsweise ist ein Bestandteil des Themas
"Felder" der Unterpunkt "elektromagnetische Felder während
der Nachtruhe". Zur Feststellung der Feldstärken sind nun keine
Messungen erforderlich, sondern es genügen Informationen zur
Kabelführung der Nachtischlampe, des verwendeten Weckers und Ähnliches.
Die Feldstärken lassen sich mit diesen Angaben relativ genau errechnen.
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beiläufige Erfassung |
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Kosten und Archivierung |
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Der finanzielle Aufwand für das Abarbeiten der RAMCES-Anleitung ist im
Verhältnis zur Einfriertechnik gering. Er ist aber schon wegen der
erforderlichen Videotechnik nicht zu vernachlässigen. |
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Die Kosten für die Speichermedien hängen dabei direkt
vom Gesamtzeitaufwand ab. Eine Stunde entspricht etwa 50 Minuten
Videoaufzeichnungen. Bei Verwendung von VHS-Kassetten mit 240 Minuten
Laufzeit entsteht für 1 000 Stunden ein Platzbedarf von zirka 85 cm x 56
x 25 cm. Legt man einen Preis von 5,- DM je Kassette zu Grunde, fallen
für diesen Teil Kosten von 1 250 DM an. Bei Aufzeichnung im
Longplayverfahren halbiert sich der Aufwand entsprechend. |
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Videoaufzeichnungen auf Magnetband sind etwa 25 Jahre
haltbar. Deshalb ist es erforderlich, die Bänder auf ein digitales
Speichermedium zu überspielen. Gegenwärtig läuft die Markteinführung
dazu geeigneter DVD-Rekorder. Sie sollen den heute üblichen Videorekorder
ablösen. |
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DVD-Scheiben bieten sich als Archivierungsmedium an, da
sie als Konsumprodukt preiswert und leicht verfügbar sind. Sie besitzen
jedoch den Nachteil, als Grundmaterial Polycarbonat zu enthalten. Im Laufe
der Jahrzehnte bilden sich in diesem Material mikroskopisch kleine Risse.
Infolgedessen ist ihre Lesbarkeit mit herkömmlichen Geräten nach
Herstellerangaben auf zirka 100 Jahre beschränkt. Die Datenträgerschicht
ist allerdings metallhaltig und dürfte wichtige Strukturmerkmale mehr als
500 Jahre behalten. Die Informationen lassen sich dann nur noch mit
Geräten auslesen, die die Struktur der DVD statistisch auswerten können
was allerdings für die Technik der Zukunft kein Problem darstellen
dürfte. |
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Um Speicherplatz zu sparen, empfiehlt es sich, die
Daten zu komprimieren. Für die Qualitätsanforderung der RAMCES-Methode
genügt das Komprimierungsverfahren MPEG-1. Auf eine DVD passen dann je
nach Typ 6 bis 25 Stunden (4,7 GByte bis 17 GByte). Die Preise für
bespielbare DVD´s pegeln sich wahrscheinlich erst nach dem Jahr 2003 ein.
Daher lässt sich zum finanziellen Aufwand momentan wenig sagen.
Voraussichtlich werden DVD´s auf dem Niveau heutiger Videokassetten
liegen. |
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Noch besser geeignet ist die für Archive
entwickelte HD-ROM. Ihre gegenwärtige Kapazität ist mit bis zu 244
Stunden Videodaten fast zehnmal höher (165 GByte) als die der DVD. Die
Lesbarkeit soll mindestens 5 000 Jahre betragen. Obendrein ist sie
widerstandsfähig gegen Hitze, magnetische Felder und radioaktive
Strahlung. Das ist möglich, weil die Informationen nicht mit einem
relativ langwelligen Laserstrahl, sondern per Ionenstrahl in eine massive
Metallscheibe gefräst werden. Problematisch ist, dass das dazu
benötigten Gerät in den nächsten 10 Jahren voraussichtlich nur für
Firmen und Archive erschwinglich ist. Ein Lösungsweg könnte sein, den
kompletten Datensatz an eine Archivierungsgesellschaft zu übergeben
gegebenenfalls müsste dies eine Vertrauensperson übernehmen. |
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Neue Speiche |
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Eventuell erübrigt sich aber schon bald eine spezielle
Archivierung, denn die Kapazität von Computerspeichern erhöht sich mit
ähnlichem Tempo wie die Rechenleistung der Prozessoren. So kündigte das
amerikanische Unternehmen C3D Inc.* im Oktober 1999 neue optische
Datenträger an, die Daten im Terabytebereich aufnehmen können. Erreicht
wird diese Kapazität durch bis zu 100 Schichten fluoreszierender
Partikel, die sich mit einem kurzwelligen Laser abtasten lassen. Sollte
sich diese Technik durchsetzen, wären der Platzbedarf und die Kosten für
die Sicherung von 1 000 Stunden Videomaterial (Heimqualität) schon in
etwa 10 Jahren nicht größer, als heute für ein Foto. Dann hätten
Kopien der Daten sogar in den Familienarchiven der Verwandten eine relativ
hohe "Überlebenswahrscheinlichkeit". |
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Die Archivierungssicherheit lässt sich durch
Anfertigen von Sicherheitskopien weiter optimieren. Freilich sind dann
auch verschiedene Stellen mit der Archivierung zu beauftragen. Besonders
geeignet sind Firmen, die eine Lagerung in ausgedienten
Salzbergwerk-Schächten anbieten, da dort reichlich Platz preiswert zur
Verfügung steht. Wegen des geringen Platzbedarfs der RAMCES-Daten sind
dort die Lagerkosten selbst bei zeitlich unbegrenzten
Archivierungsaufträgen relativ gering. Außerdem wird bei Konkurs oder
anderen Schließungsgründen der verwendete Schacht häufig stillgelegt,
wobei der Inhalt unangetastet bleibt. So besteht zumindest die Chance,
dass der Datensatz eines Tages seine Bestimmung findet. |
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Um die praktische Durchführung zu vereinfachen,
enthält die Anleitung Vordrucke
einfache Anweisungen zur Archivierung
auf alterungsbeständigem Papier. Die Vordrucke sollten zusammen mit dem
Datensatz an den mit der Lagerung Beauftragten übergeben werden. Der
Beauftragte könnte beispielsweise eine Vertrauensperson oder direkt eine
Archivierungsfirma sein. |
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